Am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, sind wir in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Köln, Leipzig, im Ruhrgebiet und in Wuppertal auf die Straße gegangen. In allen Städten wurde lautstark gegen Gewalt an Frauen in Deutschland und weltweit kämpferisch protestiert.

In Berlin waren wir als FKO am 24.11. als Teil des Klassenkämpferischen Frauenbündnisses auf der Straße, um unsere Stimme gegen das Patriachat und den Kapitalismus zu erheben. Wir gingen außerdem als Bündnis zur Kundgebung am 25.11., dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Hier betonten wir vor allem, dass wir als doppelt unterdrückte Frauen und Arbeiterinnen gleichzeitig auch die stärkste Kraft in sozialen Protesten weltweit sind.

In Frankfurt war die Internationale Jugend gemeinsam mit dem Bündnis achtermaerz_ffm unter dem Motto „Gewalt gegen eine ist Gewalt gegen uns alle – Frauenkampf gegen Krieg, Krise und Patriarchat!“ auf der Straße. Hier machten wir auf die Situationen von Frauen in Krieg und Krisen aufmerksam und thematisierten die verschiedenen Formen von Gewalt hier in Deutschland und international. Im Anschluss haben wir mit einer Demonstration unsere Wut auf die Straßen getragen.

In Titisee-Neustadt machten wir auf dem Rathausplatz eine Kundgebung. Es wurden Reden vom Frauenkollektiv, von der Internationalen Jugend Hochschwarzwald und von den Kommunistischen Frauen gehalten.
Dabei wurde darauf eingegangen, weshalb wir am Tag gegen Gewalt an Frauen auf die Straße sollten, wie der Kapitalismus mit dem Patriarchat verbunden ist und weshalb es eine Frauenrevolution braucht.

In Köln waren wir am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, mit vielen Frauen auf der Straße, um gegen patriarchale Gewalt und Unterdrückung zu demonstrieren. Wir starteten mit einer Auftaktkundgebung am Wiener Platz. Dort gab es viele kämpferische Redebeiträge, Parolen und Kulturbeiträge.
Vom Wiener Platz aus zogen wir mit einer lauten und kämpferischen Demonstration durch Mülheim. Besonders Parolen wie „Jin, Jîyan, Azadî“, und „Frauen kämpfen international – gegen Faschismus Krieg und Kapital“ waren in Mülheim zu hören. Durch die Moderation wurde deutlich gemacht, warum wir heute auf der Straße waren: Gegen Gewalt an Frauen zu kämpfen heißt gegen Kapitalismus & Patriarchat zu kämpfen. Das heißt international solidarisch zu sein mit dem kämpfenden Frauen in Iran, Kurdistan und weltweit.

In Leipzig organisierten wir mit dem neu gegründeten Bündnis „feministisch Kämpfen Leipzig“ mit verschiedenen feministischen, internationalistischen und antikapitalistischen Organisationen eine Kundgebung und Demonstration. Auch die Frauen der internationalen Jugend und des Solidaritätsnetzwerks und die Kommunistischen Frauen beteiligten sich. In unseren Redebeiträgen ging es um die Situation von Frauen in der Krise und darum, dass wir uns in unserem Kampf gegen patriarchale Gewalt nicht auf den Staat verlassen dürfen.

Während der Kundgebung kam es zu einem Zwischenfall, bei dem eine Demo-Teilnehmerin bei den Versuch, einen Rechtsextremen am Filmen der Kundgebung zu hindern, von der Polizei in Gewahrsam genommen wurde. Während die Moderation die Redebeitrag unterbrach machten sie und alle Teilnehmer:innen deutlich, dass wir uns weder auf Staat und Polizei verlassen können. Auch nachdem die Person freigelassen wurde mischte sich die Polizei weiter ins Kundgebungsgeschehen ein und umstellte diese. Trotzdem konnte die Kundgebung fortgesetzt werden und endete mit einem starken Beitrag einer iranischen Genossin.

Im Ruhrgebiet waren wir als FKO gleich an zwei Tagen gegen Gewalt an Frauen auf der Straße. Am Freitag haben wir eine Demonstration in Duisburg besucht. Gegen 16 Uhr sind wir am Hauptbahnhof mit einer Kundgebung gestartet. Dort waren viele verschiedene Gruppen vertreten. Unter anderem gab es Redebeiträge zur aktuellen Situation der Frauen in Kurdistan und Deutschland. Es gab außerdem einige Kulturbeiträge wie z.b den Auftritt einer kurdischen Kindergruppe.

Am Samstag waren wir dann noch ein Mal in Essen auf der Straße unter dem Motto „Frauen, Leben, Freiheit! – Wir bluten nicht für Krieg und Krise!“ haben wir gemeinsam mit anderen Kräften zu einer Kundgebung am Limbecker Platz in der Innenstadt aufgerufen. Die Internationale Jugend hat einen Redebeitrag über die Betroffenheit von Frauen in Deutschland gehalten und damit auf die vielen verschiedenen Facetten von Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht.

In Wuppertal sind wir unter dem Motto „Jin, Jîyan, Azadî – Frauen weltweit, eure Zeit ist gekommen!“ auf die Straße gegangen. Mit unserer kraftvollen Demo mit rund 100 Teilnehmer:innen haben wir vom Kirchplatz bis zum Kasinokreisel und zurück mit Parolen wie Jin – Jîyan – Azadî, was „Frauen, Leben, Freiheit“ im Kurdischen bedeutet, und „Frauen kämpfen international, gegen Faschismus, Krieg und Kapital!“ gegen die systematische Gewalt an Frauen in Deutschland und weltweit protestiert. Die Aktion wurde mit Gedichtbeiträgen und Musik der Band La Perra Alegria abgeschlossen.

Insgesamt konnten wir bei allen unseren Aktionen lautstark auftreten und unsere Rechte verteidigen. Wir haben gezeigt, dass wir Frauensolidarität leben müssen, um dieses System zu verändern.